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  Bezüglich Ihrer Rolle als BraunPreis-Jurorin: Was finden Sie am spannendsten am BraunPreis?
Ich glaube, es ist, woran die jungen Studenten momentan am meisten interessiert sind. Was sie denken über die Welt, weil das in ihre Arbeit einfließt. Ich bin gespannt auf die Projekte, um einen Überblick über die Veränderungen im Design zu bekommen.


  Wo rangiert der BraunPreis in Ihren Augen gegenüber anderen Design-Preisen?
Ich glaube, es ist der führende Wettbewerb für junge Designer weltweit. Und ich schätze sehr die Unternehmenspolitik, dass dieser Wettbewerb über all die Jahre fortgeführt werden konnte. Es setzt ja auch das Kommitment des Top-Managements voraus, um eine so hoch dotierte Ausschreibung weiterzuführen. Speziellen Dank auch an Peter Schneider, weil er sich fortwährend dafür eingesetzt hat, den Wettbewerb zu dem zu machen, was er heute ist. Ich weiß von meiner eigenen Arbeit in der Design-Förderung, dass dies keine leichte Aufgabe ist.


  Wie werden Sie mit der Beurteilung der Einsendungen umgehen?
Meine Kriterien sind denen des BraunPreis-Teams ziemlich gleich. Ich suche Innovation, aber gleichzeitig auch die Evolution des Designs. Das heißt, dass auch das Neue verständlich und leicht zu "lesen" sein muss. Es sollte die Lebensqualität verbessern und außerdem Freude und Schönheit ins tägliche Leben bringen. Ich denke, das beste Design ist zeitlos und langlebig. Ich glaube nicht nur an Trends und Kurzzeit-Design. Design-Unterhaltung ist nicht nach meinem Geschmack. Für uns Finnen war Design schon immer eine ernstzunehmende Sache!


  Welche Design-Arbeiten haben Ihre besondere Anerkennung?
Wie ich schon sagte, ich liebe Klassiker, wie Alvar Aalto, Arne Jacobsen, Braun, alle funktionalen Produkte mit gleichzeitig ästhetischer Erscheinung. Aber auch junge Designer können zeitlose Dinge machen. Ich kenne viele junge Designer, die diesen Ansatz in ihren Arbeiten haben. Sie haben eine neue Interpretation des alten "form follows function" Slogans - und das muss nicht ein bisschen langweilig sein.


  Kennen Sie Alexander Manu aus Kanada, der zweite externe Juror?
Ja, ich kenne ihn, allerdings nicht persönlich. Er genießt hohe Anerkennung in der internationalen Design-Szene. Ich glaube, ich kann seine Ansichten über gutes Design problemlos teilen.


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Stand: 02.09.2008, 01:09

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