BraunPrize Competition, BraunPreis Designwettbewerb, Concurso International del Diseño
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  Die BraunPreis-Ausschreibung hat immer eine Vielzahl von Einsendungen aus aller Welt. Aber in Kanada und den USA findet der BraunPreis relativ geringe Beachtung. Was, glauben Sie, ist der Grund dafür?
Dieser Mangel an Beteiligung liegt meiner Meinung nach an zwei Faktoren: An der Tatsache, dass Braun (speziell in Nord-Amerika) nicht so bekannt ist und dann daran, dass der Bezug dazu fehlt, dass Braun Design-Geschichte geschrieben hat. Der erstere Grund ist marktabhängig und schwer zu greifen - die meisten Studenten verbinden Braun eher mit den kleinen "Hand-Produkten" als mit der dahinter stehenden Design-Tradition der Firma Braun - der letztere Grund hängt damit zusammen, dass diese Braun Design-Tradition in den dortigen Design-Lehrstätten etwas vernachlässigt wird (zumindest was die "historischen" Braun-Produktlinien, wie Super-8-Kameras oder Hifi-Geräte betrifft). Genau hier gibt es für Braun eine Möglichkeit, das Bewusstsein für Design-Geschichte zu vermitteln und weltweit Theorie-Kurse anzubieten.


  Was schätzen Sie besonders an dem Umgang mit jungen Designern?
Frische, Ehrlichkeit und Neugierde.


  Wie sollte ein junger Designer eine neue Aufgabe angehen?
Am besten mit den Augen eines Kindes: Sei neugierig auf alles, experimentiere, begründe alles, bevor Du etwas beendest, spring nicht auf Formen, sondern definiere während Du daran arbeitest, was die Form bewirken soll und wie sie mit dem Benutzer interagiert, bevor Du entscheidest, wie sie aussehen soll.


  Welchen Ratschlag haben Sie für junge Designer?
Entwickelt eine Leidenschaft zum Lernen! Es gibt eine wachsende Nachfrage nach Designern als "Konzepte-Macher" - eher Ideengründer als Problemlöser. Dieser Bedarf ist in allen Anstellungsebenen und Situationen präsent, von Kleinunter-nehmen bis hin zu Privatberatern. Dieser neue Kontext erfordert Wissen und Verständnis, was jetzt das wirkliche Potential eines Designers ausmacht. Kenntnisse allein sind nicht mehr ausreichend und reduzierbar auf den Entwicklungsprozess. Sie sind eine Option. Design ist eine Sequenz von Wahlmöglichkeiten. Fähige, einsichtige Designer treffen smarte Entscheidungen.



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Exhibition BraunPrize 2007